
Einzelstücke von Hand geschmiedet · in der Provence
Von der Kamera zum Amboss
Geboren in Süddeutschland, aufgewachsen bin ich in Südfrankreich, zwischen Werkbank und Malstaffelei. Mit sieben Jahren nahm ich meinen ersten Ölmalerei-Unterricht. Mit neunzehn ging ich in die Fotografie und arbeitete in Berlin, Hamburg und Paris.
Was mir dort mit der Zeit fehlte, war der Kontakt zum Material, das Gewicht in der Hand. Eines Abends nahm mich mein Schmiede-Freund Chris mit ans Feuer. Als das Metall unter meinen Schlägen weich wurde, wusste ich: Hier bin ich zu Hause. Je mehr die Fotografie zu Pixeln und Algorithmen wurde, desto stärker zog es mich zum Schmieden zurück.
Heute lebe ich in der Nähe von Marseille und schmiede Messer, jedes ein Unikat.

Wo Stahl seine Form findet
Meine Werkstatt liegt unweit eines Olivenhains. Draußen stehen Esse, Amboss und Schleifplatz, mit Blick auf die Berge; drinnen mache ich die Feinarbeit und das Härten. An der Decke hängen die Papierschablonen aller Messer, die hier je entstanden sind.
Ich sammle altes Werkzeug und restauriere es. Meine Standbohrmaschine stammt aus dem Jahr 1930, ihre Patina spricht für ihre Qualität. Hinter der Werkstatt wachsen rund dreißig Olivenbäume, und ihr Holz trocknet zwei Jahre, bevor daraus ein Griff wird. Für mich gibt es kaum schöneres Holz.

Handarbeit, ohne Kompromisse
Ich schmiede ausschließlich per Hand, ohne Lufthammer und ohne hydraulische Presse. Nur Amboss, Hammer und Zeit.
Ich arbeite mit Carbon-Stahl, und oft schmiede ich daraus meinen eigenen Damast, Schicht für Schicht gefaltet, bevor daraus überhaupt eine Klinge wird. Wenn das geätzte Muster zum ersten Mal aus der Säure auftaucht, überrascht es mich jedes Mal.
Für die Griffe verwende ich Olivenholz oder Horn. Außerdem bekommt jedes Messer seine eigene Lederscheide, von Hand genäht auf einer alten amerikanischen Sattlernähmaschine, alles nach Maß.
Alle Messer haben ihren eigenen Charakter, und ich nehme mir die Zeit, die es braucht, ihn hervorzubringen. Stockt ein Messer, lege ich es beiseite und arbeite an einem anderen, so lange, bis es mir zeigt, wie es weitergeht.

Dein Unikat, selbst gemacht
Suchst du ein hochwertiges Messer, das kein anderer besitzt, dann bist du hier richtig. Schau dich in meinem Shop um, und kontaktiere mich, falls du Fragen zu einem der Stücke hast.
Wer selbst einmal am Feuer stehen und sein eigenes Messer schmieden möchte, für den gebe ich auch Schmiedekurse in meiner Werkstatt hier in der Provence. Hast du zum Beispiel ein altes Erbstück, einen zerbrochenen Klingenrest oder ein Geweih vom Großvater, dann bring es mit: unter meiner Anleitung machst du selbst ein neues Messer daraus. Mehr dazu hier.

„Jedes Messer hat einen eigenen Charakter.“Julien Bataillet
